Darmgeräusche – und wie ich meinem Hund helfen kann

Zischen, Quietschen oder extremes Blubbern sind Darmgeräusche, die viele Hundebesitzer kennen. Häufig wollen die betroffenen Hunde dann schnell und oft raus, um sich zu entleeren (selten) oder Gras zu fressen (häufig). Die Ursachen für Blubberbäuche können sehr vielfältig sein und reichen von Unverträglichkeiten bis hin zu Parasiten. Hier hilft ein genauer Rückblick auf die letzten Fütterungen meistens schon weiter.
Wurde eine Gemüsemischung mit blähenden Sorten (Kohl) gefüttert oder war in der Mischung vielleicht Obst, welches manchmal nicht vertragen wird?

Die Fütterung von Getreide oder stärkehaltigen Kohlehydraten (Kartoffeln, Reis, Mais) kann ebenfalls zu Unwohlsein im Darmtrakt führen und unangenehme Laute verursachen. Zischlaute können aber auch von einer Fütterung mit zu viel Knochenanteil herrühren oder auf einen generell zu hohen Fleischanteil in der jeweiligen Mahlzeit hindeuten. Oft sind es die Senioren, die mit der klassischen 80/20 Fütterung plötzlich nicht mehr klarkommen. Hier kann es helfen, die Ration auf 70% Fleischanteil und 30% pflanzlichen Anteil zu ändern.

Zu bedenken ist ebenfalls, dass der Darm abends und nachts weniger aktiv ist als tagsüber. Entsprechend dessen sollte die Fütterung von Knochen generell nicht als letzte Mahlzeit erfolgen, sondern besser bis mittags abgeschlossen sein. Nicht zuletzt können auch die Faserstoffe schuld an aufdringlichen Darmgeräuschen sein. In diesem Fall dann jedoch der Mangel an Faserstoffen. Diese sind nötig, um die Darmbakterien im Dickdarm zu ernähren.

Fehlt es an Faserstoffen, kommt es zu Fehlgärungen und letztendlich zu einem Ungleichgewicht „guter“ und „schlechter“ Darmbakterien.
Um die Ursache zu finden, muss man als Hundebesitzer also mitunter akribisch auf die Suche gehen. Lässt sich in der Fütterung keine Antwort finden, kann eine Kotprobe auf Parasiten vielleicht Aufschluss geben.

Muss ich mir Sorgen machen?
Kommen Darmgeräusche hin und wieder vor, so ist das in der Regel kein Grund, sich Sorgen zu machen. Bei häufigem Auftreten kann eine Rationsüberprüfung Aufschluss über mögliche fütterungsbedingte Fehler geben.

So helfe ich meinem Hund:
Als Sofortmaßnahme eignet sich ein wenig Fencheltee ebenso wie Kräutertropfen gegen Bauchweh für Kleinkinder. Meistens verabschiedet sich das Bauchgeräusch aber schon, sobald der Hund seine nächste Mahlzeit verspeist hat.

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