Fütterung bei Leberproblemen

Die Leber arbeitet jeden Tag auf Hochtouren, um Giftstoffe aus dem Organismus zu entsorgen. Im Gegensatz zu den Nieren ist die Leber zudem ein wahres Regenerationsgenie. Ist sie überfordert, und kann der Giftbelastung (durch Medikamente, Umweltgifte, Darmgifte, etc.) nicht mehr adäquat nachkommen, erhöht sie zunächst die Aktivität der Leberenzyme. Das wird im Blutbild sichtbar. Bekommt sie auch dann keine Entlastung, gehen Leberzellen zugrunde und es kommt zur Leberzirrhose – die Regenrationsfähigkeit ist jetzt nicht mehr gegeben.

Um die Leber zu unterstützen, kann eine Entgiftung in regelmäßigen Abständen sinnvoll sein. Insbesondere dann, wenn Medikamente verabreicht wurden, die Umweltbelastung (Reinigungsmittel im Haushalt, Pflanzenschutzmittel auf der täglichen Gassirunde, etc.) hoch ist oder Futtermittel (getreidehaltiges Trockenfutter, falsche Barfrationen, etc.) die Leber belasten.

Zeigt sich im Blutbild bereits eine Veränderung der Leberwerte, so sollte die Leber aktiv entlastet werden, was optimal mit der Fütterung zu erzielen ist. Oberste Priorität ist die Vermeidung von Giftstoffen, die bei der Verdauung anfallen und über die Blutbahn aus dem Darm in die Leber gelangen, wo sie neutralisiert und ausscheidbar gemacht werden müssen.

Auch bestimmte Aminosäuren, hier vor allem das Methionin und Arginin, Vitamine und Spurenelemente, sind bei Leberproblematiken wertvolle Unterstützer. Naturheilkundlich sind Mariendistel und Artischocke die Stars, wenn es um den Schutz und die Regeneration der Leberzellen geht. Auch die gesunde Leber profitiert von diesem Duo.

 

Leberentlastende Fütterung

Hochverdauliches, Methionin reiches Protein, wie in Pferdefleisch, Geflügel oder Rindermuskelfleisch, Lachs, Magerquark oder Eiern enthalten, ist zur Entlastung der Leber gut geeignet. Arginin findet sich ebenfalls in Fleisch und Fisch, besonders viel Arginin enthalten Erdnüsse (Vorsicht bei Allergien) und Mandeln.

Als Kohlenhydrate sollten vermehrt fermentierbare Faserquellen wie Möhren- oder Apfelpektin gewählt werden. Auch Gemüsesorten, die reich an Methionin sind z.B. Spinat, Brokkoli, Kartoffeln, sind für die Leber wichtig.

Zink ist außerdem eine wichtige Komponente, um der Kupferspeicherung (bei fortgeschrittener Leberdegeneration) entgegenzutreten. Der Verbrauch an antioxidativ wirkenden Vitaminen A, E und C sowie der Vitamin B-Komplex und Biotin kann bei Leberproblemen ebenfalls erhöht sein, eine Supplementierung über den Erhaltungsbedarf hinaus ist hier sinnvoll.

Mariendistel und Artischocke erweisen sich als sehr förderlich, wenn es um die Lebergesundheit geht. Das in der Mariendistel enthaltene Silymarin stabilisiert die Leberzelle und schützt sie somit vor dem Eindringen schädlicher Substanzen. Die Bestandteile der Artischocke regen die Verdauungssäfte an, was die Protein- und Fettverdauung fördert und so ebenfalls die Leber entlastet.

Übrigens: Das Silymarin der Mariendistel gilt als einziges! Gegengift bei einer Knollenblätterpilzvergiftung und wird in der humanen Intensivmedizin zusammen mit Aktivkohle eingesetzt.

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